Mundialito!
Herr Zegarelli, Sie sind Projektleiter Mundialito..
Das Mundialito ist die erste Fussball-WM für Kinder verschiedener Nationalitäten mit Wohnsitz im Kanton Zürich. Mit diesem Sport-Event unterstützen wir die Krebsforschung des Kinderspitals Zürich und fördern die Integration ausländischer Kinder in unserer Gesellschaft.
Woher stammt diese Idee?
Diese Idee kam von den Kindern selber, die Fussball lieben. Mitspielen in einem echten Fussball-Turnier, für ihr Land und mit den Trikos ihrer Nationalmannschaft. Letztes Jahr konnten wir die Begeisterung der Kinder und Eltern förmlich spüren. Ein Höhepunkt dabei war sicherlich das Abspielen der jeweiligen Nationalhymne.
In welcher Altersgruppe sind die Kinder, die an das Mundialito teilnehmen können?
In diesem Jahr können Buben teilnehmen, die zwischen 1997 und 2002 geboren sind, ab der nächsten Ausgabe im Jahr 2012 wird es auch ein Mundialito für Mädchen geben.
Erzählen Sie uns, wie der Erlös für dieses Turnier gespendet wird.
Da dieser Fussball-Wettbewerb explizit für Kinder, die in Zürich wohnen, ausgerichtet wird, liegt es nahe, dass der Erlös aus dem Turnier in Form einer Spende an das Kinderspital in Zürich gehen wird.
Aber wir wollten auch unseren kleinen Beitrag zur Krebsforschung sichtbar und konkret machen; so wird der Erlös gezielt verwendet, um eine High-Tech Anlage für die Diagnostik von Krebserkrankungen bei Kindern beschleunigt zu finanzieren.
Was sind Ihre Ziele für die Edition 2010?
Ein erstes Ziel, die Zahl der Teilnehmer an dem Turnier zu verdoppeln, ist schon erreicht worden. Dieses Jahr nehmen 140 Spieler teil und 10 Nationen werden vertreten sein. Ein weiteres Ziel ist es, die Qualität der Spieler und der Teams zu verbessern. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch die Einnahmen des Turniers, die an das Kinderspital Zürich gespendet werden, verdoppeln.
Was sind die grossen Herausforderungen für die Realisierung dieser Initiative?
Es gibt zwei grosse Schwierigkeiten: Die erste besteht darin, Sponsoren und finanzielle Ressourcen zu aktivieren, um dieses Projekt zu finanzieren. Die zweite ist der organisatorische Teil, also die Bildung von Teams, von den Trainern, die Auswahl der Spieler, das Training und natürlich der gesamte Ablauf des Events.
Wie läuft die Auswahl der Teilnehmer an dem Turnier ab?
Eine erste Auswahl wird durch die Trainer der verschiedenen Teams direkt auf dem Sportplatz gemacht. Ausserdem laden wir die verschiedenen Vereine und Clubs in Zürich ein, damit sie ihre interessierten Kinder vorspielen lassen können. Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass sich die Kinder direkt über unsere Homepage anmelden.
Denken Sie, dass durch die zeitlich parallele Austragung zur Fussball Weltmeisterschaft in Südafrika die Initiative positiv beeinflusst wird?
Absolut. In der Tat entsteht im Vorfeld einer Fussball-WM immer eine grosse Euphorie, die jeder spüren kann. Wir glauben, dass diese Euphorie sich auf jeden Fall auf das Mundialito überträgt.
Welches sind die schönsten Erinnerungen an das Mundialito 2009?
Ich erinnere mich sehr genau an das hochklassige Italien-Spanien Spiel: nach der grossen Anstrengung der Kinder auf dem Fussballplatz, das Spiel zu gewinnen war es ein sehr schönes, internationales Fest, bei dem die Spieler der beiden Mannschaften und alle Eltern zusammen feierten und wir auch sehr schöne Gruppenphotos machen konnten. Hier liegt für mich die Bedeutung der Integration und des Mundialito.
Herr Zegarelli, wie viele der Befragten für go-Italy sind Sie Italiener, aber Sie leben und arbeiten in Zürich. Was hat Sie von Italien in die Schweiz gebracht?
Meine Eltern kamen nach Zürich um Arbeit zu finden; ich bin in der Schweiz geboren und habe mein ganzes Leben, bis auf eine kurze Zeit in Italien, hier in Zürich verbracht.
Vermissen Sie etwas von der italienischen Lebensweise?
Klar, ich vermisse die Atmosphäre und Lebensweise typisch für ein Land wie Italien, aber jetzt, nach so vielen Jahren in Zürich, lernte ich die Schweizer Mentalität und die Schweizer Lebensart sehr gut kennen und ich fühle mich wohl.
Gibt es Orte oder Situationen in der Schweiz, die sich ein bisschen „Anfühlen“ wie in Italien?
Für mich ist die „Italianità“ vor allem mit dem Essen und mit dem Fussballspiel verbunden. Wenn ich also zum Beispiel in einem der vielen Italienischen Restaurants in der Stadt oder auf einem Fussballplatz bin, fühle ich mich ein bisschen wie in Italien.
Vielen Dank Herr Zegarelli, go-Italy wünscht Ihnen und der Mundialito weiterhin viel Erfolg.
Paola Volk, März 2010
Mehr Informationen zum Thema Mundialito finden Sie hier: www.mundialito.ch