05. Februar 2012
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Costa Smeralda.. traumhafte Strände, smaragdfarbenes Meer

Domenica Zannol, Geschäftsführerin Smeraldo Tours, geboren in St. Gallen, Sternzeichen Skorpion.

Frau Zannol, wann datiert Ihre letzte Reise an die Costa Smeralda?
Ich war letztmals im September in Sardinien und werde wahrscheinlich im Mai/Juni wieder gehen.

Welchen Bezug haben Sie zu dieser Destination?
Ich liebe diese Insel, nicht nur weil ich sie verkaufe, sondern weil ich im Laufe der Jahre auch viele interessante und freudvolle  Kontakte aufbauen konnte. Mittlerweilen ist sie mir so vertraut, dass ich fühle, als käme ich zuhause an, abgesehen davon, dass diese Insel ihren ganz besondern und einmaligen Reiz hat. Die Strände sind einfach traumhaft, die Küche ist himmlisch und die Ursprünglichkeit der Menschen beeindruckend.

Weshalb ist die Küste so bekannt und beliebt?
Ich denke, ihre Faszination liegt in der Unberührtheit und Ursprünglichkeit,  da strenge Gesetze ihre Ueberbauung verhinderten. Ihre Popularität wird  natürlich auch durch die Klatschpresse gesteigert, welche im Sommer mit den Berichterstattungen über Berühmtheiten an Sardiniens Stränden unterhält, und so möchte natürlich auch der normale Bürger gerne die Schönheiten geniessen. Abgesehen davon ist sie wirklich einzigartig.

Wie steht es mit dem Preis/Leistungsverhältnis?
In Sardinien ist der wahre Wert nicht die gebuchte Ausstattung des Hotelzimmers, sondern die einmaligen Küsten, traumhafte Strände, smaragdfarbenes Meer, abwechslungsreiches Hinterland, lebendige Folklore und eine unberührte Natur. Die Insel wird oft im Zusammenhang mit teuren Ferien erwähnt. Dies mag für einzelne Luxushotels in Porto Cervo an der berühmten Costa Smeralda der Fall sein, darf jedoch mit dem Rest der Insel nicht gleichgesetzt werden.

Wine & Dine, Clubs, Shopping, Wellness… verraten Sie uns ein paar Geheimtipps?
Die Küche Sardiniens gilt als eine der gesündesten. Es erstaunt nicht, dass die Sarden als langliebigstes Volk  in Europa gilt. Das Durchschnittsalter liegt weit über dem mitteleuropäischen Durchschnitt.  Bodenständig ist die sardische Küche und unverwechselbar. Die Sarden legen höchsten Wert auf genuines Essen. Einfache Zutaten ohne pampige Saucen und/oder dominierende Gewürze machen die sardische Küche zu einem Hochgenuss. Unter den Meeres-Vorspeisen stellt die "bottarga", der „sardische Kaviar, eine Köstlichkeit dar. Es handelt sich um die Eier der Meeräsche (oder vom Thunfisch), gepresst, mit Salz bestreut und getrocknet. Den Vorspeisen folgen für gewöhnlich der „Primo“, meistens Teigwarengerichte, wie z.B. "culingionis", Ravioli gefüllt mit frischem Käse oder Quark, „gnocchetti sardi“, kleine Teigwarenmuscheln an einer bekömmlichen Tomatensauce mit sardischer Wurst. Im Nordosten der Insel gibt es die "zuppa gallurese", ehemals das Festtagsessen der armen Bevölkerung, heute die Spezialität schlechthin, eine Art Auflauf aus Brot, geriebenem Pecorino, in Lagen geschichtet und schließlich mit Fleischbrühe übergossen.

Typische Hauptgerichte sind das am Feuer knusprig gebratene Spanferkel und Lamm. Auch „agnello in umido“, Lamm gekocht mit Artischocken oder Oliven, sind gerne zubereitete Gerichte. Selbstverständlich gibt es, je nach Region, als Hauptspeise auch Fischsuppe “sa cassola” oder gebratenen Fisch. Nicht zu vergessen die Languste, gekocht oder gegrillt.

Shopping
In Porto Cervo sind alle renommierten Namen vorhaben. Olbia hat ein paar schöne Boutiques und man findet zwischen dem Flughafen und der Costa Smeralda einige Einkaufszentren. Ganz toll zum Einkaufen ist  Alghero!

Wellness
Das neu eröffnete Hotel Petra Segreta ist für Wellness die beste Adresse. Thalasso bieten auch das Hotel Le Dune Resort, Valle der Erica und La Marinedda.

Was ist Ihnen sehr wichtig wenn Sie auf Reisen sind?
Das ist unterschiedlich, je nachdem, wie ich reise. Will ich mich erholen und meinem Geist und Körper etwas Gutes tun, bevorzuge ich ein gutes Wellness-Hotel. Will ich etwas erleben und ein Land kennenlernen, so ziehe ich es vor, mit Rucksack  und individuell durch ein Land zu ziehen, dann darf es dann auch mal ein einfacher Strandbungalow sein. Sehr wichtig ist mir gutes Essen, egal wo ich bin.

Wo erleben Sie Italianità in der Schweiz?
Als Italienerin erlebe ich sie täglich, zum Beispiel in meiner Küche. Ich habe auch viele italienische Bekannte, was mitunter zu spannender Unterhaltung im Sprachenmix führt. Natürlich lässt sich Italianità auch in den unzähligen, guten italienischen Restaurants in Zürich leben.

Worauf würden Sie nie verzichten wollen?
Unverzichtbar sind ein gutes Glas Wein zu einem sehr guten italienischem Essen!  Reisen brauche   ich  wie eine Blume das Wasser.  Und selbstverständlich gibt’s nebst dem Austausch mit Menschen noch etliche weitere Dinge!

Interview Antonio Iacovazzo, März 2010

 

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Traumhaftes Meer


..himmlische Küche