Costa Smeralda.. traumhafte Strände, smaragdfarbenes Meer
Domenica Zannol, Geschäftsführerin Smeraldo Tours, geboren in St. Gallen, Sternzeichen Skorpion.
Frau
Zannol, wann datiert Ihre letzte Reise an die Costa Smeralda?
Ich war letztmals im September in Sardinien und werde wahrscheinlich im
Mai/Juni wieder gehen.
Welchen
Bezug haben Sie zu dieser Destination?
Ich liebe diese Insel, nicht nur weil ich sie verkaufe, sondern weil ich
im Laufe der Jahre auch viele interessante und freudvolle Kontakte aufbauen konnte. Mittlerweilen
ist sie mir so vertraut, dass ich fühle, als käme ich zuhause an, abgesehen
davon, dass diese Insel ihren ganz besondern und einmaligen Reiz hat. Die
Strände sind einfach traumhaft, die Küche ist himmlisch und die Ursprünglichkeit
der Menschen beeindruckend.
Weshalb
ist die Küste so bekannt und beliebt?
Ich denke, ihre Faszination liegt in der Unberührtheit und
Ursprünglichkeit, da strenge
Gesetze ihre Ueberbauung verhinderten. Ihre Popularität wird natürlich auch durch die Klatschpresse
gesteigert, welche im Sommer mit den Berichterstattungen über Berühmtheiten an
Sardiniens Stränden unterhält, und so möchte natürlich auch der normale Bürger gerne
die Schönheiten geniessen. Abgesehen davon ist sie wirklich einzigartig.
Wie steht
es mit dem Preis/Leistungsverhältnis?
In Sardinien ist der wahre Wert nicht die gebuchte Ausstattung des
Hotelzimmers, sondern die einmaligen
Küsten, traumhafte Strände, smaragdfarbenes Meer, abwechslungsreiches
Hinterland, lebendige Folklore und eine unberührte Natur. Die Insel wird
oft im Zusammenhang mit teuren Ferien erwähnt. Dies mag für einzelne Luxushotels
in Porto Cervo an der berühmten Costa Smeralda der Fall sein, darf jedoch mit
dem Rest der Insel nicht gleichgesetzt werden.
Wine
& Dine, Clubs, Shopping, Wellness… verraten Sie uns ein paar Geheimtipps?
Die Küche Sardiniens gilt als eine der
gesündesten. Es erstaunt nicht, dass die Sarden als langliebigstes Volk in Europa gilt. Das Durchschnittsalter
liegt weit über dem mitteleuropäischen Durchschnitt. Bodenständig ist die sardische Küche und unverwechselbar. Die
Sarden legen höchsten Wert auf genuines Essen. Einfache Zutaten ohne pampige
Saucen und/oder dominierende Gewürze machen die sardische Küche zu einem
Hochgenuss. Unter den Meeres-Vorspeisen stellt die "bottarga", der
„sardische Kaviar, eine Köstlichkeit dar. Es handelt sich um die Eier der
Meeräsche (oder vom Thunfisch), gepresst, mit Salz bestreut und getrocknet. Den
Vorspeisen folgen für gewöhnlich der „Primo“, meistens Teigwarengerichte, wie
z.B. "culingionis", Ravioli gefüllt mit frischem Käse oder Quark,
„gnocchetti sardi“, kleine Teigwarenmuscheln an einer bekömmlichen Tomatensauce
mit sardischer Wurst. Im Nordosten der Insel gibt es die "zuppa
gallurese", ehemals das Festtagsessen der armen Bevölkerung, heute die
Spezialität schlechthin, eine Art Auflauf aus Brot, geriebenem Pecorino, in
Lagen geschichtet und schließlich mit Fleischbrühe übergossen.
Typische Hauptgerichte sind das am Feuer knusprig gebratene Spanferkel und Lamm. Auch „agnello in umido“, Lamm gekocht mit Artischocken oder Oliven, sind gerne zubereitete Gerichte. Selbstverständlich gibt es, je nach Region, als Hauptspeise auch Fischsuppe “sa cassola” oder gebratenen Fisch. Nicht zu vergessen die Languste, gekocht oder gegrillt.
Shopping
In Porto Cervo sind alle renommierten Namen
vorhaben. Olbia hat ein paar schöne Boutiques und man findet zwischen dem
Flughafen und der Costa Smeralda einige Einkaufszentren. Ganz toll zum
Einkaufen ist Alghero!
Wellness
Das neu eröffnete Hotel Petra Segreta ist für Wellness die beste
Adresse. Thalasso bieten auch das Hotel Le Dune Resort, Valle der Erica und La
Marinedda.
Was ist
Ihnen sehr wichtig wenn Sie auf Reisen sind?
Das ist unterschiedlich, je nachdem, wie ich reise. Will ich mich
erholen und meinem Geist und Körper etwas Gutes tun, bevorzuge ich ein gutes
Wellness-Hotel. Will ich etwas erleben und ein Land kennenlernen, so ziehe ich
es vor, mit Rucksack und
individuell durch ein Land zu ziehen, dann darf es dann auch mal ein einfacher
Strandbungalow sein. Sehr wichtig ist mir gutes Essen, egal wo ich bin.
Wo
erleben Sie Italianità in der Schweiz?
Als Italienerin erlebe ich sie täglich, zum Beispiel in meiner Küche.
Ich habe auch viele italienische Bekannte, was mitunter zu spannender
Unterhaltung im Sprachenmix führt. Natürlich lässt sich Italianità auch in den unzähligen,
guten italienischen Restaurants in Zürich leben.
Worauf
würden Sie nie verzichten wollen?
Unverzichtbar sind ein gutes Glas Wein zu einem sehr guten italienischem
Essen! Reisen brauche ich wie eine Blume das Wasser. Und selbstverständlich gibt’s nebst dem Austausch mit
Menschen noch etliche weitere Dinge!
Interview Antonio Iacovazzo, März 2010