Catania, die pulsierende Hafenstadt am Fusse des Ätna
Am Fusse des Vulkans Ätna breitet sich Catania bis an die Küste des
Ionischen Meeres aus. Der Vulkanausbruch 1669 und das katastrophale
Erdbeben 1693 zerstörten Catania fast völlig. Darauf entstand nach
Plänen des Architekten Giovanni Battista Vaccarini (1702-1768) eine
Stadt mit Kirchen und Palästen im barocken Baustil des 18.
Jahrhunderts, die heute noch vorzufinden sind.
Die Verarbeitung des Lavagesteins als Baumaterial ist in der Stadt überall sichtbar: an Palästen, Wohnhäusern, Kirchen, als Strassenpflaster und am Hafen. Auch das antike Theater und das römische Amphitheater sind aus dem schwarzen Stein gebaut. Catania, auch die "schwarze Stadt" genannt, gilt als Wirtschaftszentrum Siziliens. Ertragreiche Ernten durch den fruchtbaren Boden an den Ätnahängen, die Nutzung des Hafens zum Export eigener Produkte wie Öl, Getreide, Wein sowie Eigeninitiative der Bewohner verhalfen Catania zu einer modernen und lebhaften Stadt heranzuwachsen.
Beim Landeanflug auf den Flughafen Fontanarossa von Catania präsentiert sich die historische Stadt in ihrem ganzen Ausmass. Die Stadt dehnt sich breitflächig bis an die Südhänge des Ätnas aus. Majestätisch thront der Ätna im Hintergrund. Eine stetige Rauchfahne signalisiert, dass der Berg nicht schläft und immer tätig ist. Nach der Landung spürt man bereits bei der Gepäckausgabe die sizilianische Mentalität. Piano, piano, nichts überstürzen! Mit etwas Geduld und Gelassenheit entdeckt man nach einiger Zeit endlich den ersehnten Koffer auf dem Förderband.
Vor dem Terminal warten für Pauschaltouristen die Busse der Reiseveranstalter, die sie direkt zu den Urlaubsorten bringen. Wer lieber auf eigene Faust reist, findet an der Haltestelle der Buslinie Etna Trasporti Verbindungen nach Catania, Siracusa und anderen Orten. Die Haltestelle befindet sich am Ende des alten Terminal-Gebäudes. Fährt man in Richtung Catania hat man einen kurzen Blick auf das offene Meer und den Strand bevor der Bus durch das Hafengelände fährt und man nur noch staunen kann über das Verkehrschaos einer sizilianischen Grosstadt. In Hafennähe liegen auch die Markthallen, in denen täglich fangfrischer Fisch gehandelt wird. An der Hauptverkehrsstraße stehen oft kleine Stände mit Obst und Gemüse. Nachdem sich der Bus durch die engen Straßen im Hafenviertel durchgeschlengelt hat, erreicht man auch schon den Busterminal auf der Piazza Giovanni XXIII. Direkt vor dem Bahnhof sammeln sich die Buslinien aus allen Himmelsrichtungen. Von hier kann man Catania zu Fuss erkunden oder fährt weiter mit Bus oder Bahn.
Redaktion, Mai 2010
Für Infos und Reservierungen:
Air Berlin verbindet im Sommer 2010 mehrmals wöchentlich Zürich mit Catania (Direktflüge).
Die Stadt, die mit einem Ensemble der spätbarocken Kunst aufwartet, versetzt den Besucher in eine längst vergangene Zeit der sizilianischen Baukunst. Die Stadtform weist die typischen architektonischen Merkmale der Barockkunst und ihrer damit verbundenen Anlegung auf. Aufgrund ihrer Nähe zum Ätna und den damals verwendeten Lavagestein, dass als Baumaterial diente, wird Catania auch als schwarze Tochter bezeichnet.




