05. Februar 2012
Werbung






Restaurant an Bord!

Als ich noch eine kleine Eva war und die Primarschule in Montefalcone (Italien) besuchte, kam ich so oft wie möglich zu meinen Eltern  in die Schweiz. Vor allem während den langen italienischen Sommerferien  hatte ich die grosse Freude, die Reise im Zug zu erleben. Damals gab es noch Waggons mit einzelnen Abteilen und im Gang hatte man so Klappstühle zum Sitzen, falls es zu viele Reisende hatte.

Der Bahnwagen wurde für mich ein wahrer Spielplatz und ich hatte riesigen Spass, hin und her im Gang zu rennen und mit den Klappstühlen akrobatische Übungen zu machen.
Was nie fehlte, waren natürlich die sonderbaren, ebenfalls wunderbaren „Panini“ meiner Nonna Evelina.

Man sah es unseren Brötchen an, dass wir aus dem Süden stammten, denn die Panini waren vollgestopft mit Salami, Frittata (Eierkuchen), Peperoni, Käse und Olivenöl. Natürlich hatte meine Mama bei meiner Ankunft in der Schweiz immer viel zu tun mit dem Entfernen der Flecken aus meinen Kleidern. Die Brötchen meiner zu grosszügigen Grossmutter waren aber nicht der einzige Grund, weshalb ich nicht „ pico bello“ bei meinen Eltern ankam.

Da ich eine hübsches, offenes und lächelndes  „Bambina“  war, bekam ich bei meinem Hin- und Herspringen im Waggon immer von den meisten Mitreisenden Essen und Süssigkeiten. Alle hatten Freude daran, mit so einen Plappermaul, wie mich,  ein paar Worte zu wechseln und danach mir etwas zu schenken!
Das machte meine Reise noch schöner und leckerer!!!

Eva Gallo, Juni 2010

Eva Gallo

Diese Schriften erzählen die Erlebnisse von Eva Gallo, Wirtschaftsjuristin, Freelance Redakteurin und vieles mehr! Nachdem Sie einige Zeit in Italien gelebt hat, erlebt sie momentan die Schweizerrealität. So oft wie möglich ist sie unterwegs und kehrt mehrmals jährlich zurück nach Italien. Somit erlebt sie die Freude von beiden Realitäten, im guten und im schlechten Sinne!