Eva, die Schauspielerin.
Eigentlich fühlte ich schon als Kind ein künstlerisches Flair und widmete mich dem Ballet, dem Singen und dem lustigem Schauspielern.
Nein, es war nicht die so genannte Comedy Show die mich interessierte, sondern ein echtes, lustiges Schauspielern, ohne Regeln und bestimmtes Vorgehen, das einfach zum Lachen bringt. Klar, wenn man „klein und fein“ ist, fällt das einem sehr leichter. Heute ist es für mich sogar schwierig, etwas Zeit für die einfacheren Bedürfnisse, wie Essen, Schlafen oder Lesen zu finden. Deshalb versuche ich mein oben genanntes künstlerisches Flair in Training zu halten und zwar im Alltag.
Ohne meine Professionalität zu beeinträchtigen, versuche ich zum Beispiel, auf der Arbeit immer eine andere Eva zu spielen. Manchmal einfach Frau, manchmal ein Bisschen Bridget Jones aber auch Wonderwoman! Falls ich jemanden neu kennen lerne, versuche ich immer zu raten, wie mich die andere Person einschätzt. Es ist ein Erfolg für mich, wenn ich meine Rolle gut gespielt habe, weil ich so eingeschätzt wurde, wie ich wollte.
Meine zwei Realitäten sind sehr auf Tourismus bezogen. Ob Luzern oder Rom, kann ich immer eine gute Rolle ausüben. Trotzdem, in Italien ist alles etwas lustiger. Ich staune immer wieder über die Kommentare, die manche über mich äussern, ohne dass sie wissen, dass ich sie verstehe, weil ich ihre Sprache gut kenne!
Wenn ich halb auf Englisch-Deutsch-Italienisch nach der „Via del Corso“ frage, folgen danach immer ein paar Worte oder Sätze, die mit meiner Anfrage nichts zu tun haben. Und das Lustige daran ist eben, dass ich alles verstehe!
Manchmal geht es um mein Aussehen, andermal um die Schwierigkeit meiner Lage um zu der „Via del Corso“ zu kommen usw..
Vor kurzer Zeit hörte ich eine ganze telefonische Konversation, in der ein Mann seinem Freund (vermutlich) mich beschrieb und nachträglich mir auf „römisches Englisch“ die Infos erteilte!!!
So bunt mache ich mir mein Leben!
Diese Schriften erzählen die Erlebnisse von Eva Gallo, Wirtschaftsjuristin, Freelance Redakteurin und vieles mehr! Nachdem Sie einige Zeit in Italien gelebt hat, erlebt sie momentan die Schweizerrealität. So oft wie möglich ist sie unterwegs und kehrt mehrmals jährlich zurück nach Italien. Somit erlebt sie die Freude von beiden Realitäten, im guten und im schlechten Sinne!