05. Februar 2012
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Diesel startet eine Revolution

Renzo Rosso, Gründer und Chef der italienischen Lifestyle-Marke Diesel, baut seine Kreativabteilung um: An der Spitze steht Bruno Collin, ein Journalist.

Diesel baut um: Mehr als 20 Jahre lang gab der Holländer Wilbert Das als Designer den Ton des Diesel-Textils an. Jetzt rückt ein Journalist nach, Bruno Collin. Der Franzose hat noch nie ein Kleidungsstück entworfen und will das auch in seiner Position als Artdirektor nicht nachholen. Seine Aufgabe wird er in einer Mischung aus Trendscout, Orchesterdirigent und Chefkoch erfüllen.

Der Beginn einer Revolution..

"Die Modewelt hat sich radikal verändert, der kreative Prozess soll dem folgen. Ich glaube an die Idee, verschiedenste kreative Talente zu kombinieren: Stylisten, Designer, Fotografen, Grafiker und Künstler. Das ist der Beginn einer Revolution", begründet Diesel-Gründer und Chef Renzo Rosso seine Entscheidung.

Rosso habe die Arbeit des Journalisten Bruno Collin lange verfolgt, glaube an seine Ideen und ist davon überzeugt, dass er der richtige Mann für Diesel sei. Collin frohlockt seinerseits: "Diesel ist eine der wenigen Marken, die ich im Laufe meiner bisherigen Karriere stets wie besessen verfolgt habe."

Der Neue an der Spitze

Bruno Collin wächst in der Bretagne auf, seine journalistische Laufbahn startet er als Autor in den Mode-, Luxus- und Beauty-Ressorts verschiedener Zeitschriften, darunter "Elle", "Dépeche Mode", "Le Journal du Textile" und "Sportswear International". 1998 macht er sich selbstständig und gründet gemeinsam mit ein Kreativ-Team das Magazin "WAD". Und ab sofort ist er als künstlerischer Direktor bei Diesel tätig.

Diesel trotzt der Krise

Was aus wirtschaftlicher Sicht sicher keine schlechte Idee ist, das Unternehmen konnte sich selbst im Krisenjahr 2009 als Marktführer behaupten. "Wir haben etwa das Vorjahresergebnis erreicht, vielleicht 1 Prozent des weltweiten Umsatzes verloren. In einem Jahr, in dem andere 20, 30, sogar 40 Prozent verloren haben, ist das unglaublich. Renzo Rosso: „Wir haben eine fantastischen Finanzlage, können uns ganz entspannt auf dem Markt nach Gelegenheiten umschauen"

Die Presse - Januar 2010
Im Bild: Bruno Collin, copyright Diesel 

 

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